lernen2.0
Natürlich macht das Web 2.0 nicht halt vor dem großen Feld des Lernens. Es gibt erste Erfolgsmeldungen, je nach Perspektive des Betrachters werden diese Versuche als „schon etablierte Praktiken“ beschrieben, manchmal eher noch als „erste Gehversuche mit offenem Ausgang“. So zum Beispiel die Verwendung von Podcasts in Lern-Lehrszenarien.
Allen gemeinsam ist das Experiment mit dem Web 2.0 als „(…) eine Liebeserklärung an die Inperfektheit der Kommunikation und des Lebens“, so Prof. Dr. Jo Groebel, Medienexperte und Direktor des Deutschen Digital Instituts, …und eben auch im Lernen. Nachzuhören hier >>
Auch wir wollen diesen riesigen experimentellen Raum des Web 2.0 nutzen und unsere bisherigen Erkenntnisse zu blended Learning und Zusammenarbeit in virtuellen Teams um einige Details aus der Praxis erweitern. Gleichzeitig wollen wir mit unserem Tun zum großen Thema Bildung in Deutschland einen Beitrag leisten.
Im Rahmen einer Weiterbildung an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW Berlin) entstand eine Studie zur Einführung und Nutzung eines Wiki zum kollaborativen Lernen in einer 8. Gymnasialklasse in Brandenburg.
Die Ergebnisse auf einen Blick:
- Grundlagen für die Nutzung von Web 2.0 Umgebungen können mit der Einführung eines Wiki gelegt werden.
- Reflexion über Besonderheiten der Kommunikation im Web 2.0 konnte angeregt werden.§
- Das kollaborative Potenzial wird von Lernern und Lehrenden erkannt.§
- Die Einführung bedeutet höheren Zeitaufwand für Lerner und Lehrende, der Nutzen muss stückweise erarbeitet werden.
- Ein Wiki als Unterstützung des kollaborativen Lernens eignet sich eher für den längerfristigen Einsatz, weniger für „quick wins“.
§ Für alle, die sich für ihre Arbeit die Erschließung neuer Lernräume wünschen, Lerner und Lehrende.
Eine interessante Ergänzung für alle, die sich mit Web 2.0 in der Lehre beschäftigen, ist die Diskussion um die Eigenheiten der “Net Generation” und welche Voraussetzung diese Generation für das Lernen im Web 2.0 mitbringt. Interessante beiträge zu diesem Thema finden sich im Blog “education&media” hier >>
Fazit: Selbstorganisation ist Voraussetzung - und die bringt bei weitem nicht jede/r mit, auch wenn er oder sie der sog. Net Generation angehört.