Kompetenzen als Grundlage für innovierendes Handeln
Olaf Zwacki-Richter und Joachim Hasebrook schauen kritisch auf das Stichwort „Wissenstransfer“: Denn Wissen bedeutet noch nicht, dieses auch kompetent und selbstorganisiert in einem neuen Kontext anzuwenden.
(Anm.: diese Präsentation ist nicht deckungsgleich mit der auf der Konferenz EduMedia)
Beruhigend zu hören, dass die beiden aus ihrer Praxis (u a. mit der Sparda Akademie) heraus den Aufbau von Kompetenzen als die Grundlage für innovierendes Handeln in Unternehmen ansehen. Um welche Kompetenzen handelt es sich hier? Einerseits sind natürlich fachlich-methodische Kompetenzen in einem speziellen Fachbereich erforderlich. Zusätzlich sind aber auch aktivitäts- und umsetzungsorientierte Kompetenzen erforderlich. Sprich: Was soll jemand mit dem aktuellsten Wissen z. B. für Messungen im Nano-Bereich anfangen, wenn er oder sie gleichzeitig nicht über die Projektmanagementkompetenz verfügt, dieses Wissen in ein konkretes Projekt zu gießen und im Unternehmen umzusetzen? Es bleibt dann beim „Spezialisten“, ein Innovator sieht wohl eher anders aus.
Ergänzt wird dieses „Kompetenzportfolio“ für erfolgreiche Innovationen um die Ausbildung von sozial-kommunikativen Kompetenzen. Das deckt sich mit den Erkenntnissen von Gloor am MIT: Erfolgreiche Innovatoren erhalten ein reichhaltiges kommunikatives Netz von Personen um sich herum, eben eine „Galaxie“. Das bringt nicht jeder mit, kann aber (zumindest in Teilen) gelernt werden.
Klar ist aber auch: der Blick richtet sich vor allem auf den Aufbau von kompetenz- und innovationsförderliche Rahmenbedingungen. Denn das Entstehen von Innovationen findet zwar häufiger in solchen Umgebungen statt, ein Garant dafür sind diese Rahmenbedingungen aber nicht.
Und als „Sahnehäubchen“ der Erkenntnisse: Web 2.0 mit ihren sehr interaktiven Anteilen eignen sich grundsätzlich für diese Art der Kompetenzentwicklung.
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