Das ist es - Open Innovation
Posted on September 17th, 2008 by Andrea Rohrberg
Im Interview mit Hendrik Send, Instiut of Electronic Business (IEB)
Was genau ist “Open Innovation”?
Im Sinne von Henry Chesbrough, den wir weiter unten bei der Erklärung seiner Perspektive sehen können, ist Open Innovation ein Paradigmenwechsel. Er verabschiedet sich von einer möglichst sicher abgeschlossenen Entwicklungsabteilung, die sich nicht in die Bücher gucken lässt. Die wird ersetzt durch ein offenes Modell in dem sowohl auf umliegende Ressourcen für Entwicklungsprozesse zugegriffen wird, aber auch eigenes Wissen zur Verwertung nach außen gegeben wird.Was hat Deiner Meinung nach die Beschäftigung mit “Open Innovation” für Unternehmen in der letzten Zeit besonders attraktiv gemacht? Ist das nicht nur der nächste “Management Gag”?
Völlig neu sind alle Bestandteile von Open Innovation natürlich nicht. Zum Beispiel begann der oft von Henry Chesbrough angebrachte Verkauft von ungenutztem geistigen Eigentum in Form von Patenten im 13. Jahrhundert in England. Ein Paradigmenwechsel ist wichtig, weil er eine neue Denkschule einläutet, nicht weil die Welt morgen völlig anders aussieht. Genau das passiert bei Open Innovation. Der Vorstand, die Geschäftsführung muss beispielsweise lernen, dass man Ideen oft günstiger einkaufen kann, als sie selber zu entwickeln.Worin genau unterscheidet sich Open Innovation von bisherigen Innovationsprozessen?
Open Innovation läuft eher parallel zum klassischen Innovationsprozess, als das es sich davon unterscheiden würde. Wir kommen nicht um die wichtigen Phasen der Suchfeldbestimmung, Ideenfindung und –bewertung usw. bis zur Markteinführung herum. Der Unterschied ist, dass die Ideenfindung nicht unbedingt in der eigenen Firma stattgefunden haben muss oder die Produktentwicklung und Markteinführung von zwei verschiedenen Unternehmen durchgeführt werden.
Und demnächst mit dem zweiten Teil des Interviews: Open Innovation für KMU
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