Entries Tagged as ''

Abgehaengt oder angestachelt?

Bewegen wir uns etwas weg von Pod- und Videocasts hin zu herkömmlichen Medien: Im Deutschlandfunk wird morgen eine Sendung unter o. g. Titel zu hören sein, die sich dem Problem des Wissens- und Technolgietransfers widmet. Wie können die oft exzellenten Ergebnisse aus deutschen Forschungseinrichtungen in handfeste Produkte und damit in Umsatz verwandelt werden?

Wer auf etwas aufmerksam machen will vergibt einen Preis: „Hoch dotierte Auszeichnungen wie der „Deutsche Zukunftspreis des Bundespräsidenten“ sollten viel versprechende Erfindungen in das Licht der Öffentlichkeit rücken.“

Mal ehrlich: Behebt das wirklich das, woran die Umsetzung in marktfähige Produkte bislang scheitert?? Meiner Ansicht nach fehlt es an ganz anderer Stelle: Den Mut einzelner, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Die Vision einzelner, mit einer Idee handfeste Märkte erobern zu können. Und vor allem der Wille, dem Wettbewerb mit permanentem Lernen und Verändern, dem Inhalieren und verarbeiten neuer Informationen, stand zu halten.

Wo sind dazu im Land die Vorbilder? Sollte man nicht lieber das „Preisbudget“ an dieser Stelle aufstocken? Wir sind gespannt, was die Sendung dazu zu sagen hat!

Innovationen durch das Web

Bleiben wir noch mal in Amerika: im McKinsey Quaterly bin ich auf einen Videocast gestoßen, in dem sich Hal Varian, Chef Ökonom bei google, über das Potenzial des Web für Innovationen auslässt.

Hal Varian, McKinsey QuarterlyDie Einleitung hat zunächst ein paar spannende Sichtweisen auf Innovationen parat: Hat man sich bisher Gedanken darüber gemacht, wie man die Leute zur Arbeit bekommt (Infrastruktur, Mobilität, etc.) dreht sich das Ganze heute um. “Die Arbeit geht zu Dir” - über mobile Übertragungstechnologien, Datennetzwerke, etc. entstehen ganz neue Situationen, die wiederum neue Dienstleistungen erforden. Dementsprechend sieht Varian die größten Innovationsimpulse darin, “wie die Arbeit getan wird”.

Das ist ein großer Brocken wenn man sich mal vor Augen führt, wie man tagtäglich selber technischen Neuerungen hinterherhechelt, wie da dann auch noch die Nase vorn haben?!

OK - Konzentration auf einen Teilaspekt. Das macht Varian dann auch im zweiten Teil seines Artikel und stellt die google-spezifische Verknüpfung von Werbeanzeigen, den sog. “google Adds” vor. Das ist zwar alles ziemlich komplex und wenn man auf das Budget dahinter schaut, auch erst mal nicht nachahmungsverdächtig. Eine rage allerdings bleibt bei mir im Kopf: Sollten wir in Deutschland nicht doch mal langsam etwas mehr innovative Geschäftsmodelle in den Fokus nehmen als uns allzusehr einzig auf die Entwicklung innovativer Technologien zu beschränken?

Innovationen als Business

Viele Unternehmen gründen sich um eine Innovation herum. Ein neues Produkt, eine neue Anwendung, ein neuer Prozess ist das, was diese Unternehmen von anderen Marktteilnehmern unterscheidet. Es lohnt sich also einen genaueren Blick auf den Ablauf dieser Innovationsprozesse (bis hin zum Markteintritt) zu werfen. Denn von der Grundlogik ist der Ablauf bei innovativen Unternehmensgründungen ähnlich wie bei Innovationsprozessen innerhalb eines Unternehmens.

Innovationen in bestehenden Unternehmen haben den Vorteil, dass man auf bereits etablierte Strukturen und Ressourcen zurückgreifen kann. Das ist allerdings auch ein Nachteil: Man ist nicht mehr ganz so frei z. B. “im Erfinden eines neuen Businessmodells rund um ein innovatives Produkt”.

Utah Entrepreneur ChallangeÜber die einzelnen Schritte bei der Einführung eines innovativen Produkts habe ich sehr plastisch und praxisnah (allerdings in Englisch) in einem Podcast der University of Utah gefunden, in dem Hanko Kiessner, CEO von Packsize LLC seine eigenen Erfahrungen beleuchtet.