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Open Ministerium

Das ist interessant: jetzt knöpft sich auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf) das Thema “Open Innovation” vor. Am 13/14. November in Berlin auf dem ITAForum, Session 2. Anregungen sollen unter anderem aus partizipativen Verfahren in demokratischen Staaten gezogen werden.

Da werde ich doch mal hereinschnuppern. Was mich ja vor allem interessiert sind Erfahrungsberichte. Ob da allerdings so viel schon vorliegt? Ich bin gespannt und werde berichten…

Ach ja, coming soon: Ein Interview mit einem der Gründer von Babbel, einer neuen Plattform zum Sprachenlernen.

Die Spur ins xing-Forum

Ich habe den Hinweis auf Aktivitäten zu „Open Innovation“ in der Plattform xing mal unter die Lupe genommen. Meine Leitfragen waren dabei: Wie sehen die Aktivitäten konkret aus und welche Potenziale für einen Innovationsprozess stecken darin?

Und das habe ich gefunden: Zunächst ein scheinbar ganz normales Forum, in dem sich einzelne Personen namentlich (! - keiner hat sich hinter einem Nick-Name versteckt) zum Thema „Verschlankung von Prozessen im Unternehmen – Lean Thinking“ austauschen. Inspirierend waren die zahlreichen Beispiele, die die Beteiligten miteinander austauschen – Lernen aus der Praxis ist also gegeben. Auch einige Gedanken zu Management und Führung finden sich.

Schnell kam mir dann aber auch die Frage in den Kopf: Was passiert mit solch einem Austausch unter Unbekannten, wenn es dann konkreter werden soll? In diesem Diskussionsstrang habe ich eine erste anschauliche Antwort gefunden: Es wird schwierig! Spätestens bei den ersten Schritten hin zu einer Umsetzung wird es in der Beteiligung dünn.

Kommt es also bei Open Innovation darauf an, klar die Phasen voneinander zu trennen in solche, in denen ein gemeinsames Brainstormen und Erfahrungsaustausch für alle einen Sinn macht und solche, die eher der konkreten Umsetzung dienen und dann exklusiv im eigenen Unternehmen „bearbeitet“ werden?

Dementsprechend bin ich nicht der Meinung von Dirk, dass „Open Innovation“ gleich „Open Source“ gleich „jeder kann die Früchte ernten“ ist, sondern dass es bei Open Innovation im Sinne Chesbrough darum geht, spezielle Öffnungsphasen im Innovationsprozess vorzusehen, der Gesamtprozess aber dennoch sehr wohl proprietär gesteuert wird.

Die Potenziale von (xing-)Foren liegen wohl im erweiterten Erfahrungsaustausch bei der Suche nach Problemlösungen…oder irre ich mich da?

Ein Stichwort das ich bei dem Spaziergang mitgenommen habe: „Crowdsourcing“ – eine weiter Spur zum Thema?