Externes Innovationsmanagement - was hilft es?
Gestern bin ich im Zuge eines IT-Projektes mit der Aussage konfrontiert worden: “Eine externe Projektsteuerung ist ja ungewöhnlich!”. Dieser Diskussion möchte ich mich hier stellen.
Für mich hat diese Aussage zwei Konnotationen:
a.) Was willst du hier eigentlich – du störst!
b.) Was ist denn deine Rolle? Was soll das Ergebnis sein?
Zum Störfaktor: Positiv gesehen wurde die Konstellation in einem Innovationsteam um eine weitere externe Sichtweise, eine weitere „abweichende Meinung“ (s. Scholl) erweitert. Ich brachte als „abweichende Meinung“ die Reaktion eines Kunden mit in die Teamdiskussion ein – ohne diesen Beitrag wäre dieser Aspekt wahrscheinlich unter den Tisch gefallen, nicht einmal wahrgenommen worden. Negativ dabei: Mehr Sichtweisen bedeuten einen erhöhten Aufwand an Kommunikation. Gradmesser kann hier eigentlich nur die dadurch gesteigerte Qualität als Beitrag zur Zielerreichung des Gesamtprojektes sein. Also ganz platt: Kommen wir dadurch schneller, besser, kostengünstiger zum Ziel? Ich hoffe zumindest, dass wir durch diese Meinungsäußerung den nächsten tiefen Fall in den Fettnapf vermieden, zumindest herausgezögert haben.
Zur Rolle: Es hat mir (mal wieder) die Augen geöffnet, wie wichtig in einer solchen Konstellation die Klarheit über die eigene Rolle ist. Diese Klarheit muss entsprechend kommuniziert und mit Handlungen unterlegt werden. Dazu in Kürze: Als externes Innovationsmanagement, bzw. Projektsteuerung hat man vielfache Möglichkeiten aus der Distanz wirkungsvoll und gezielt an den Schwachstellen zu intervenieren und Blockaden zu lösen, an Stellen anzusetzen, die den (internen) Partnern noch gar nicht bewusst sind. Dem gegenüber stehen aber auch die Grenzen: Die Anbindung an die beteiligten Unternehmen und Institutionen muss durch einen jeweils internen Partner kooperativ vorhanden sein – erst dieses Zusammenspiel bringt den optimalen Zugewinn für das Gesamtvorhaben.
Hier noch ein kurzer Einschub bevor es weiter geht mit Wofgang Scholl: Ein Artikel von Callahan, Schenk und White (April 2008) „