Woher, wohin mit der Creative Industry?
Wo ist sie eigentlich, die „Branche“ der Kultur- und Kreativwirtschaft? Wenn man sich die in der Definition enthaltenen Unternehmen im Kulturwirtschaftsbericht der Bundesregierung von 2009 anschaut, dann merkt man schnell, dass man permanent mit Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft zu tun hat – diese nur bewusst nicht in diese Ecke gesteckt hat. Der Drucker für die Visitenkarten, die Werbeagentur für den neuen Logoentwurf. Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft also Unternehmen wie jedes andere?
Wohl nicht ganz. Auch wenn jede Branchendefinition immer wieder ein Zahlenexperiment ist, gibt es doch im Kern eigene Spielregeln und Dynamiken, die sich von anderen Branchen unterscheiden. So auch in der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Ein Thema ist hier das Überleben (s. Konferenz „Überleben in den Creative Industries, November 2009, Prater, Berlin). Oder Überlebensstrategien? Spitze Zungen könnten behaupten „Darum geht es in der Automobilindustrie auch!“ Die Frage ist nur: Wer von beiden ist zukunftsorientierter? Und da braucht die Kultur- und Kreativwirtschaft den Vergleich nicht zu scheuen. Das Bewusstsein für die Zukunftsfelder dieser Branche scheint sich aber gerade erst zu entwickeln. Innerhalb und außerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft.
Sind wir also gespannt, welche Strategien, Herangehensweisen und auch welche Sprache sich bei der Erschließung der Zukunft weiter entwickeln werden.
Auf jeden Fall ist spürbar: Das Feld ist auf dem Weg zu einem neuen Selbstbewusstsein – und das ist gut so.
Interessant auch das
Dennoch wird diese Größe (Kommunikation im Netz) immer relevanter. Interessant deshalb auch für kleine und mittlere Unternehmen das Tool 
Und so habe auch ich mich zu einem (für mich neuen) Experiment entschieden: Ich werde versuchen (fast synchron) zu den einzelnen Inhalten und Erkenntnissen der Konferenz mit zu bloggen. So kann vielleicht der/die ein oder andere Teile der Konferenz virtuell und etwas zeitverzögert mit verfolgen. Natürlich subjektiv gefärbt, um Objektivität will ich mich gar nicht erst bemühen.
Die Einleitung hat zunächst ein paar spannende Sichtweisen auf Innovationen parat: Hat man sich bisher Gedanken darüber gemacht, wie man die Leute zur Arbeit bekommt (Infrastruktur, Mobilität, etc.) dreht sich das Ganze heute um. “Die Arbeit geht zu Dir” - über mobile Übertragungstechnologien, Datennetzwerke, etc. entstehen ganz neue Situationen, die wiederum neue Dienstleistungen erforden. Dementsprechend sieht Varian die größten Innovationsimpulse darin, “wie die Arbeit getan wird”.